Inspiration und Entwicklung........
Meine ersten Vorbilder waren meine besten Freunde – Menschen, für die Kunst und Kreativität kein Hobby, sondern ein selbstverständlicher Teil ihres Lebens waren. Lange Zeit glaubte ich, dass man eine besondere Gabe braucht, um mit derselben Leichtigkeit zu erschaffen.
Aus meinem Ursprungsberuf als Koch kannte ich das Arbeiten im Moment. Kreativität auf Abruf ohne viel zu überlegen. Doch in der Kunst war ich mein strengster Kritiker. Ungeduldig, selten zufrieden, ständig auf der Suche nach etwas, das ich nicht greifen konnte.
Erst als ich begann mir Zeit zu lassen, änderte sich mein Blick. Ich zeichnete Bilder nach die mir gefielen, studierte Stile die mich anzogen und lernte den Prozess wichtiger zu nehmen als das Endergebnis. Mit der Zeit sprach das Feedback von außen eine andere Sprache als mein innerer Kritiker – und irgendwann begann ich, meinen eigenen Arbeiten zu vertrauen.
Heute habe ich meinen Stil gefunden und den Mut Neues zu wagen. Am liebsten arbeite ich mit Tuschstiften. Sie verzeihen nichts – jeder Strich ist endgültig. Genau darin liegt für mich die Magie: Nach langen Skizzen und Vorbereitungen ist der Moment, in dem der Stift das Papier berührt, immer ein besonderer Augenblick. Ein Punkt ohne Rückkehr, aber voller Klarheit.